Fabian Treiber

Next Big Gem
Kunststoffwimpel, Schnur, Rahmen, 2013

In seinen Gemälden setzt sich Fabian Treiber (*1986) viel mit den Potenzialen der Form auseinander. Bei einem flüchtigen Blick auf seine Installation sticht zunächst das alltägliche Material ins Auge: Mehrere Ketten von Wimpeln aus Spiegelfolie sind in einen diagonal in die Vitrine eingepassten Rahmen gespannt. Doch betrachtet man die Arbeit von verschiedenen Standpunkten aus, beginnen – dank immer neuer Perspektiven – Eigenform und Interaktion der Dreiecke in den Vordergrund zu treten. Es kommt zu Verschiebungen, Dopplungen, Einrückungen; Reflexionen beziehen den Umraum mit ein. Die Formen verselbständigen sich. Und lassen im Auge des Betrachters ein aus der Spannung von Vorgabe und Zufall lebendes, dreidimensionales Bild entstehen.