Kathrin Schulz

Stillstand
Stahlblech, Holz, 2009

Oft dienen Kathrin Schulz (*1982) persönliche Erlebnisse als Motivation ihrer künstlerischen Arbeit – Geschichten, denen sie das Narrative nimmt und die sie so „verallgemeinert“. Im Fall des Objekts aus Stahlblechschuppen werden allerlei Assoziationen evoziert: Ist es ein Fisch? Ein archaisches Boot auf dem Trockendock? Oder gar die abgeworfene Haut eines Reptils? Die Frage bleibt ungeklärt. Der Betrachter gerät in einen Prozess emotionaler Annäherung, bei der der Schuppenpanzer mehr und mehr mit Bildern aus seiner eigenen Geschichte oder Phantasie verschmilzt.