Ulrike Buck

Kastanie
Styropor, Fiberglas, Acrystal, Autolack, 2011

Stachelige Schalen, handschmeichlerische Formen und eine Zeit, in der man aus der braunen Frucht mit Streichhölzern kleine Männchen bastelte: Damit verbindet man die Kastanie. Im Herbst 2010 hat sich im Schlossgarten eine weitere, düsterere, Bedeutung ins kollektive Gedächtnis eingegraben. In seiner reduzierten Hochglanzlackierung wirkt das große, pralle Objekt von Ulrike Buck (*1983) so begehrenswert wie unnahbar. Schön und bedrohlich zugleich wird es zum Monument der Ambivalenz unserer eigenen Assoziationen.