Yaron Bekker

Goldener Käfig
Gips, PU-Schaum, Federn, Holz, Draht, Papier, 2012

Eine menschliche Figur mit gefiedertem Flügel sitzt am Rande eines länglichen Vogelkäfigs. Sie rupft für ihren zweiten Flügel Tauben, von denen einige bereits tot am Boden liegen. Aus Bruchstücken von Realität zusammengesetzt, erscheint Yaron Bekkers (*1985) Arbeit als Konstrukt: als Sinnbild des menschlichen Wunsches zu fliegen, Freiheit zu erlangen. Doch der geneigte Kopf verrät Melancholie, geht individuelle Ungebundenheit doch immer auch auf Kosten anderer (Wesen). Ob unter diesen Voraussetzungen der „Goldene Käfig“ der eigenen Existenz tatsächlich verlassen werden kann, bleibt offen.